Kreis.BLICK!

Juni 2026 Landkreis Dachau 26 SPEZIAL: KOMMUNALPOLITIK Kreistag und Bürgermeister im Überblick INTEGRIERTE LEITSTELLE Ein Neubau für den Notfall TEILHABE DANK AVATAR Wenn „Kathilisator“ im Klassenzimmer sitzt

ANZEIGE Bewirb dich jetzt für ein Praktikum oder eine Ausbildung (m/w/d) bei den Helios Amper-Kliniken Dachau und Indersdorf als: Pflegefachfrau/-mann (3 Jahre) Pflegefachhelfer/-in (1 Jahr) Operationstechnische Assistenz (3 Jahre) Anästhesietechnische Assistenz (3 Jahre) Community gibt’s nicht nur auf Social Media, sondern auch bei uns in der Klinik. #EchtesLeben Wir sind für Sie da, wenn ein einziger Moment alles verändert. Geburtshilfe am Helios Amper-Klinikum Dachau Lernen Sie uns kennen: Eltern-Infoabend jeden ersten Donnerstag im Monat 18 Uhr | Tagungsraum 1 (UG) Mehr erfahren auf: www.helios-gesundheit.de/geburt-dachau www.helios-gesundheit.de/ ausbildung-dachau Ausklang bei kleinem Imbiss und Gesprächen Ob zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Besuch bei Freunden: Mobilität bedeutet Freiheit. Gerade im Alter entscheidet sie darüber, wie selbstständig wir unseren Alltag gestalten können. Damit das möglichst lange so bleibt, unterstützt der Landkreis praxisnahe, kostenlose Mobilitätstrainings. Sicher im eigenen Auto Bremsen, ausweichen, einparken – viele Situationen im Straßenverkehr erfordern schnelle Reaktionen. Genau das wird beim Training mit dem eigenen Auto geübt. Am Ende gibt’s eine Urkunde und damit bei manchen Versicherungen sogar einen Bonus! „Auch erfahrene Fahrerinnen und Fahrer profitieren von Übungen, die Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen stärken“, erklärt Manfred Stelzer, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Dachau. Die nächsten Termine: 10.10. 2026, 10.00–13.00 Uhr oder 13.00–16.00 Uhr Verkehrsübungsplatz der Bayerischen Bereitschaftspolizei, John-F.-Kennedy-Platz 1, Dachau Anmeldung: info@verkehrswacht-dachau.de Bitte gewünschte Uhrzeit und Geburtsjahr angeben. Demenz betrifft Millionen von Menschen in Deutschland und doch wird viel zu wenig darüber gesprochen. Dabei kann die Erkrankung jede Familie treffen. Umso wichtiger ist es, Berührungsängste abzubauen und Wissen zu vermitteln. Genau hier setzt die Fachstelle Demografie Managen an. „Demenz gehört nicht an den Rand der Gesellschaft, sondern in die Mitte“, betont Stefanie Otterbein. Ein Beispiel: Seit 2025 hat der Landkreis einen Demenz-Simulator angeschafft. Diesen können z. B. Organisationen, Vereine und Schulen kostenlos ausleihen. Er hilft, die Welt aus der Sicht Betroffener zu erleben. Ein besonderer Abend steht im Herbst an: Konzertlesung „Lebensmut trotz(t) Demenz“ von Dr. Sarah Straub Donnerstag, 03.09.2026, 19.00 Uhr Ludwig-Thoma-Haus, Augsburger Straße 23, Dachau Seit Jahren setzt sich Dr. Sarah Straub für einen offenen, lebensbejahenden Umgang mit Demenz ein. In ihrem Buch „Lebensmut trotz(t) Demenz“ erzählt sie von berührenden Begegnungen mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Anzeige Helios Diese bewegenden Geschichten bringt die Psychologin, Autorin und Liedermacherin auf die Bühne. Mit viel Feingefühl verknüpft sie wissenschaftliche Erkenntnisse über Demenz mit einer Portion Humor und mit Musik, die direkt unter die Haut geht. Sichern Sie sich gleich eine oder mehrere kostenlose Karten: www.landratsamt-dachau.de/SarahStraub Konzertlesung „Lebensmut trotz(t) Demenz“ Mit Bus und Bahn sicher ans Ziel Auch beim Bus- und Bahnfahren gibt es keine absolute Sicherheit. Aber mit der richtigen Technik und etwas Übung lassen sich viele Unsicherheiten abbauen. Hier die wichtigsten Tipps aus unseren Praxis-Bustrainings: � Stoßzeiten meiden: Wer flexibel ist, fährt entspannter und sicherer außerhalb des Berufsverkehrs. � Ein- und Aussteigen: Erst aufstehen, wenn der Bus wirklich steht. Beim Ein- und Aussteigen mit Rollator auf Bremsen und richtige Haltung achten. � Stehen und Festhalten: In Fahrtrichtung stehen, Beine leicht auseinanderstellen und sich immer gut festhalten – am besten von Stange zu Stange greifen. zRollatoren richtig nutzen: Nie als Sitzgelegenheit verwenden, sondern sicher abstellen und Bremse anziehen. Kipphilfen erleichtern das Einsteigen. zMut zeigen: Freundlich um Hilfe bitten – ob beim Einsteigen, Platzmachen oder Orientieren. Menschen helfen gern! Mobilitätstipps Mobil bleiben – ein Leben lang Impressum Offizielles Mitteilungsblatt des Landkreises Dachau Autoren Sina Török (st); soweit nichts angegeben ist: Melitta Fischer (mf) Auflage 55.500 Chefredaktion Melitta Fischer kreisblick@lra-dah.bayern.de Wegen der leichteren Lesbarkeit umfassen Bezeichnungen von Personengruppen in der Regel weibliche und männliche Personen. Stand der Inhalte: 8. Juni 2026 Herausgeber Landratsamt Dachau Weiherweg 16, 85221 Dachau www.landratsamt-dachau.de Layout Stefan Schiessl www.exploredesign.de Bleiben Sie informiert www.landratsamt-dachau.de www.instagram.com/landkreis_dachau www.facebook.com/LandratsamtDachau t1p.de/nlsot Schlusskorrektur Katrin Horvat katrin.horvat@gmx.de Verteilung Merkur tz MEDIA – Zeitungsverlag Oberbayern GmbH & Co. KG merkurtz.media/standorte/dachau Druck Franz Schoder Druck www.adv-schoder.de Bildquellennachweise Titelseite: Veronika Plajer; Seite 3 Collage Mobilität: Melitta Fischer via CanvaPro/Busfahrer mit älteren Damen: MVG - Kerstin Groh, Konzertlesung: Dr. Sarah Straub; S.4 Straße: Christian Lang; S.5/6: KI-generiert; S. 7 Fam. Schmid: Melitta Fischer; S. 11 Landrat und Stellvertretende: Veronika Plajer; S. 12 Kreistag Gruppenfoto: Veronika Plajer; S. 12/13/14 Porträts Kreisrätinnen/Kreisräte & Bürgermeisterin/ Bürgermeister: Die Rechte der Fotos liegen jeweils bei den abgebildeten Personen; S. 15 Gemälde: Paweł Warchoł/Heiko Klohn, Theateraufführung: Theater des Lachens; Dackel Dackel: Matthias Kneip; S. 16/17 Veronika Plajer; S. 18: Melitta Fischer; S. 19: Melitta Fischer via CanvaPro Redaktionsassistenz Silke Fendt, Alexandra Krause 3 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Einblicke

Haushalt 2026 Der Weg bleibt schwierig Der Kreishaushalt 2026 zeigt einmal mehr, wie angespannt die finanzielle Lage der Kommunen ist und auch im Landkreis Dachau bleibt. Steigende Ausgaben und neue Aufgaben, notwendige Investitionen und eine möglichst stabile Belastung der Gemeinden müssen unter einen Hut gebracht werden. Dass dies gelingt, ist kein Zufall: Die Maßnahmen der vergangenen Jahre zeigen Wirkung. Der Druck auf den Haushalt bleibt dennoch hoch. In seiner letzten Sitzung hat der „alte“ Kreistag dem Haushalt 2026 in Höhe von 266,2 Mio. € mit sehr großer Mehrheit zugestimmt. Das Signal ist eindeutig: Konsolidierung ja, aber ohne den Landkreis kaputtzusparen. Sparen mit System Nach 2 intensiven Sparjahren verzichtet der Landkreis diesmal bewusst auf pauschale Kürzungen beim Verwaltungs- und Betriebsaufwand. Stattdessen wurden die bereits angestoßenen Sparmaßnahmen konsequent weitergeführt und ihre Wirkung wurde sichtbar gemacht. Dazu gehört vor allem: zSeit 2023 werden keine neuen Stellen geschaffen. zIn besonders kostenintensiven Bereichen wie der Jugendhilfe wurde gegengesteuert, etwa durch klassen- anstelle von kindgebundener Integrationskräfte (DIPiK). Auch im öffentlichen Nahverkehr hat sich das Prinzip „sparsam, aber sinnvoll“ bewährt. Dort konnten in diesem Jahr 2,9 Mio. € eingespart werden. Dies gelingt neben dem Einsatz nicht verbrauchter Mittel aus dem Vorjahr insbesondere auf 2 Wegen: 1. Angebote wurden angepasst, die die Bürgerinnen und Bürger nur wenig nutzten. So wurde z. B. die Linie 736 in die Linie X800 integriert und die Ruftaxis wurden eingestellt. 2. Der Schülerverkehr konnte weitgehend in die regulären ÖPNV-Angebote eingegliedert werden. Gleichzeitig gelang es dem ÖPNV-Team, zusätzliche Fördermittel zu erschließen, indem weitere Buslinien als landesweit bedeutsam eingestuft wurden. Unterm Strich bedeutet das: deutlich weniger Kosten bei weiterhin sehr gutem Angebot. Investieren trotz knapper Kasse Während des Baus der beiden neuen Gymnasien gab es kaum Spielraum für neue Projekte. Nun kann der Landkreis wieder gezielt investieren. Der Fokus liegt weiterhin auf Bildung und Infrastruktur: z5 Mio. € sind für den Ausbau der Kreisstraße DAH 8 mit Radweg Richtung Landkreis Aichach vorgesehen. z1,5 Mio. € fließen in den Neubau der Fachoberschule in Markt Indersdorf – weg von Containern, hin zu einem festen Schulgebäude. zMit 0,8 Mio. € unterstützt der Landkreis den Bau einer Ballsporthalle in Odelzhausen – auch, um selbst keinen eigenen Neubau an der Realschule stemmen zu müssen. zWeitere 0,5 Mio. € sind für die Sanierung der Greta- Fischer-Schule eingeplant. Diese Projekte zeigen: Auch in schwierigen Zeiten wird weiter in die Zukunft des Landkreises investiert. Keine neuen Kredite Und eine weitere gute Nachricht gibt es: 2026 kommt der Landkreis ohne neue Kredite aus. Möglich wird das v. a. durch staatliche Zuschüsse, die zeitversetzt für bereits gebaute Schulen eingehen. Ganz ohne Belastung geht es aber nicht. Um investieren zu können, müssen Rücklagen eingesetzt werden. Der Schuldenstand bleibt mit rund 64 Mio. € weiterhin hoch. Vor allem Zinsen und Tilgung belasten den Vermögenshaushalt deutlich. Das Thema wird den Landkreis also auch in den kommenden Jahren begleiten. Mehr Geld vom Freistaat Eine wichtige Rolle für den Haushalt 2026 spielte der kommunale Finanzausgleich. Der Landkreis profitiert bei seinen Investitionen von höheren Zuweisungen des Freistaats Bayern. Neben den bereits dargestellten Projekten werden so auch am Gymnasium Markt Indersdorf verschiedene Optimierungen für den zusätzlichen musischen Ausbildungszweig möglich. Insgesamt fließen rund 6 Mio. € extra in Investitionen und 0,5 Mio. € zusätzlich in die Krankenhausumlage, in die alle Landkreise einzahlen müssen. Diese zusätzlichen Mittel des Freistaats helfen auch dabei, steigende Belastungen auszugleichen. Dazu zählen v. a.: zhöhere Bezirksumlage (+5,5 Mio. €) zTariferhöhungen (+1,6 Mio. €) zBetrieb der beiden neuen Gymnasien (+1,4 Mio. €) Dank des Sondervermögens Infrastruktur konnten außerdem wichtige Unterhaltsbudgets, etwa für Kreisstraßen und Schulen, wieder auf das Niveau vor 2024 angehoben werden. Insgesamt gelingt durch das Extrageld vom Freistaat ein wichtiger Balanceakt: Der Kreisumlagehebesatz bleibt stabil bei 52,5 %. Die Gemeinden werden also nicht zusätzlich belastet – ein zentrales politisches Ziel. Breite Zustimmung im Kreistag Dafür sind die Kreisrätinnen und Kreisräte dem Kreiskämmerer und seinen direkten Mitarbeitern sowie dem ganzen Team Landratsamt sehr dankbar. In den Haushaltsreden wurde deutlich: Über die grundsätzliche Richtung herrscht weitgehend Einigkeit. Viele der heutigen Einsparungen gehen auf Entscheidungen und Maßnahmen zurück, die bereits 2024 u. a. von einer Task-Force angestoßen wurden. Der Haushalt wird als „klar“, „schnörkellos“ und angesichts der allgemeinen Finanzlage als „notwendig“ beschrieben. Gleichzeitig machen alle Fraktionen deutlich: Der finanzielle Spielraum ist auch in Zukunft minimal! Die Abstimmung fällt entsprechend deutlich aus: Nur 4 Gegenstimmen standen rund 50 Ja-Stimmen gegenüber. Das eigentliche Problem Trotz des stabilen Haushalts bleiben die strukturellen Probleme ungelöst. Viele Aufgaben werden von Bund und Land auf die Landkreise und den Bezirk übertragen, ohne ausreichend finanziert zu sein. Deshalb richtet sich der Blick der Kreisrätinnen und Kreisräte zunehmend nach oben. Ohne grundlegende Reformen wird es für Kommunen dauerhaft schwierig bleiben, ihre Aufgaben zu erfüllen und zugleich Zukunft zu gestalten. Dementsprechend fällt auch das Fazit des Kreiskämmerers Michael Mair aus: „Der Haushalt 2026 ist ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung, zeigt aber auch: Die finanziellen Spielräume sind weiterhin eng. Damit die Gemeinden, Landkreise und Bezirke leistungsfähig bleiben, muss das Mindestziel ein stabiler Hebesatz der Kreisumlage für 2027 sein. Deshalb gilt weiterhin: priorisieren, sparen und gezielt investieren. Denn nur so bleibt der Landkreis Dachau auch in Zukunft handlungsfähig und für die Bürgerinnen und Bürger lebens- und liebenswert.“ 236,3 Mio. € 29,9 Mio. € Investitionen Laufende Ausgaben Bezirksumlage, soziale Sicherung, Personal- & Betriebskosten VERMÖGENSHAUSHALT VERWALTUNGSHAUSHALT KENNZAHLEN Kreisumlage stabil Keine neuen Kredite nötig Sparkurs & Maßnahmen von 2024 und 2025 wirken: keine pauschalen Kürzungen GUTE NACHRICHTEN Bezirksumlagehebesatz + 1,15 %-Punkte 5,5 Mio.€ Ganzjähriger Betrieb der beiden neuen Gymnasien 1,4 Mio. € Personalkostenansatz 2025 (Tariferhöhung) 1,6 Mio.€ MEHRAUSGABEN Investitionszuweisungen LAUFENDE AUSGABEN INVESTITIONEN Kreisumlage 57,6 % 78,3 % Entnahme Sonderrücklagen 11,0 % LandkreisSchlüsselzuweisung 11,6 % Verwaltung/ Betrieb 20,1 % FINANZIERUNG Genau wie der Haushalt hat die Kreisstraße DAH 8 ganz schön gelitten in den letzten Jahren. 2026 bekommt sie eine Runderneuerung zwischen Tandern und der Landkreisgrenze nach Aichach. Der Kreistag genehmigte 5 Mio. € für den Ausbau mit Radweg. 5 4 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Finanzen

Der Brief liegt im Briefkasten und plötzlich sind die Fragen da: Ist mein Kind bereit für die Schule? Muss es etwas können? Was wird geprüft? Viele Eltern blicken der Schuleingangsuntersuchung mit gemischten Gefühlen entgegen. Dabei geht es um etwas ganz anderes: einen guten Schulstart für jedes Kind. Die Untersuchung ist für alle Kinder verpflichtend und sie findet inzwischen früher statt als noch vor einigen Jahren: bereits im vorletzten Kindergartenjahr. Der Grund ist einfach und sinnvoll zugleich. Früher lag der Termin oft kurz vor der Einschulung. Wenn dabei sichtbar wurde, dass ein Kind in einzelnen Bereichen noch Unterstützung braucht, blieb kaum Zeit, zu reagieren. Heute ist das anders. Kinder können ganz ohne Druck und lange vor dem ersten Schultag unterstützt werden. Das sorgt für mehr Chancengleichheit und entlastet Kinder wie Eltern. Wichtig zu wissen: Die frühere Untersuchung bedeutet keine frühere Einschulung! Einfach digital organisiert – so läuft die Anmeldung Als Eltern müssen Sie sich um nichts extra kümmern. Das Gesundheitsamt verschickt die Einladung für die Schuleingangsuntersuchung immer kurz vor dem 5. Geburtstag der Kinder. Mit dem QR-Code auf dem Schreiben können Sie dann einfach und schnell online einen Termin buchen und den Anamnesebogen ausfüllen. Wenn Ihr Kind eine deutliche Entwicklungsverzögerung hat, melden Sie sich bitte telefonisch, wenn Sie das Einladungsschreiben erhalten haben: Mo–Fr 8.00–12.00 Uhr 08131 74-1430 Spielerisch und kindgerecht – der Untersuchungstermin Der Termin selbst findet im Gesundheitsamt in Dachau immer vormittags statt, da die Kinder dann ausgeruht sind und sich besser konzentrieren können. Und auch sonst ist die Untersuchung kindgerecht gestaltet. In ruhiger Atmosphäre und mit spielerischen Elementen überprüft eine Fachkraft der Sozialmedizin grundlegende Fähigkeiten. Dazu gehören das Seh- und Hörvermögen sowie Sprach- und Bewegungsentwicklung. Neu ist, dass auch Grobmotorik und sogenannte Vorläuferfähigkeiten für das Rechnen, etwa das Zählen oder Erkennen von Mengen, einbezogen werden. Manche Eltern haben das Gefühl, ihr Kind müsse eine Prüfung bestehen. „Das ist nicht der Fall. Die Schuleingangsuntersuchung ist kein Test, sondern eine Momentaufnahme. Es gibt keine Noten und keine Entscheidung über die Einschulung, diese trifft später die Schule“, beruhigt Kinderärztin Simone Köhler. Wenn Sie sich Gedanken über den Zeitpunkt der Einschulung oder die Wahl der Schule (z. B. Regelschule oder Förderschule) machen, können die Ärztinnen Sie gerne bei einem extra Termin beraten. Und danach? Ergebnisse und nächste Schritte Für die allermeisten Familien bleibt es beim einmaligen Besuch im Gesundheitsamt. Nach der Untersuchung bespricht die Fachkraft für Sozialmedizin mit Ihnen die ScreeningErgebnisse und stellt eine Bescheinigung aus. Diese sollten Sie gut aufbewahren, denn Sie müssen sie in der Schule bei der Schuleinschreibung vorlegen. Manchmal werden in einem Bereich kleine Unsicherheiten festgestellt, weil beispielweise ein Kind bestimmte Fähigkeiten noch nicht so oft geübt hat. Dann erhalten Eltern praktische Tipps, wie sie ihr Kind im Alltag spielerisch unterstützen können. Zählen lässt sich z. B. fast überall üben: die Treppenstufen beim Treppelaufen, die Teller beim Tischdecken, die Bäume beim Spazierengehen mit dem Hund. Wenn ein Kind in einzelnen Bereichen mehr Unterstützung braucht, werden weitere Untersuchungen empfohlen und passende Anlaufstellen aufgezeigt. Manche Kinder kommen auch bereits mit Diagnosen oder Fördermaßnahmen. Hier geht es oft darum, Eltern zu bestärken und den eingeschlagenen Weg zu begleiten. In einigen Fällen ist zusätzlich eine schulärztliche Untersuchung notwendig: zbei auffälligem Ergebnis im Screening zbei Fehlen der altersentsprechenden Vorsorgeuntersuchung (je nach Alter U8 oder U9) zauf Wunsch der Eltern Je nach Befund der ersten schulärztlichen Untersuchung kann eine zweite schulärztliche Untersuchung empfohlen werden. Mit einem guten Gefühl Richtung Schulstart Am wichtigsten ist immer der Blick auf das einzelne Kind. „Jedes Kind bringt eigene Stärken mit und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Die Untersuchung hilft uns, genau hinzuschauen und Eltern frühzeitig zu unterstützen – damit jedes Kind gut in die Schule starten kann“, fasst Kinderärztin Simone Köhler die Schuleingangsuntersuchung zusammen. Vom Papierhefter zum Roboter – Schuleingangsuntersuchung heute 1.600 bis 1.800 Kinder pro Jahrgang werden zur Schuleingangsuntersuchung eingeladen. Die Bürokratie dahinter kostete früher viel Zeit und Papier. Seit 2023 ist der Arbeitsablauf digital – damit zählt das Gesundheitsamt des Landratsamts Dachau zu den führenden Einrichtungen in Bayern. Das Digitalisierungsteam des Landratsamts hat hier eine moderne, durchdachte Lösung aufgebaut, die verschiedene technische Systeme integriert: zAutomatisierte Datenübernahme der Kinder aus dem Einwohnermeldewesen in die Systeme des Gesundheitsamts zAutomatisierte Anlage der elektronischen Akte (eAkte) für jedes Kind + Für fast 2.000 Kinder dauert das ca. 15 Minuten (früher: Für jedes Kind wurde ein eigener Aktenhefter angelegt.) zAutomatisiert erstellte Einladungsschreiben mit QR-Code zu Terminbuchung und Online-Anamnesebogen + keine zugewiesenen Termine, sondern Auswahl aus freien Terminen aller Mitarbeitenden + weniger Bürokratie beim Termin vor Ort zAutomatisierte Zuordnung der Unterlagen mittels Software-Roboter (RPA) zur richtigen eAkte. Dort werden auch die eingegangenen Anamnesebögen abgelegt, die die Eltern für ihr Kind online ausgefüllt haben zAutomatisiertes Terminmanagement Bestätigungen und Erinnerungen (1 Woche und 24 Stunden vorher) werden automatisch versendet + deutlich weniger Termine, die nicht eingehalten werden zDigitale Dokumentation während der Untersuchung: Die Fachkraft trägt die Untersuchungsergebnisse direkt elektronisch ein, die Stammdaten des Kindes werden automatisch ergänzt. + weniger Bürokratie beim Termin vor Ort (früher: 13 Formulare mussten händisch mit z.T. gleichen Daten ausgefüllt und für die Eltern kopiert werden.) Das Ergebnis: weniger Verwaltungsaufwand, mehr Zeit fürs Kind und die Beratung. Gleichzeitig zeigt der Landkreis, wie Digitalisierung konkret im Alltag von Bürgerinnen und Bürgern ankommt – verständlich, sicher und effizient. Schuleingangsuntersuchung Ganz entspannt zum Schulstart Mu ss- oder Kann-Kind? 6. Geburtstag im � Oktober (Vorjahr) bis Juni: Muss-Kind (Schulpflicht) Rückstellung kann begründet bei der Schule beantragt werden. � Juli/August/September: Kann-Kind (Einschulungskorridor) Auf Wunsch der Eltern Einschulung auch ein Jahr später 7 6 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Familie

Prüf-Pflichten Viele Haus- und Grundstücksbesitzer in unserem Landkreis lagern Heizöl in eigenen Tanks. Dabei wird oft unterschätzt, dass ein Ölunfall fatale Folgen haben kann. Auch kleinste Mengen können große Schäden an Boden und Grundwasser verursachen mit hohen Kosten für die Grundstückseigentümer. Genau deshalb gibt es klare gesetzliche Vorgaben. Diese sind in der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) festgelegt. Prüfungen: Einmalig oder regelmäßig Fast alle Anlagen müssen vor der Inbetriebnahme und auch bei der Stilllegung von einem Sachverständigen kontrolliert werden. Je nach Tankart kommen regelmäßige Prüfungen hinzu. Stilllegung ist kein Selbstläufer Wird ein Heizöltank nicht mehr benötigt, reicht es nicht, ihn einfach stehen zu lassen. Auch dafür macht die AwSV klare Vorgaben: Ein Fachbetrieb muss den Tank entleeren, reinigen und anschließend ausbauen oder fachgerecht verfüllen. So wird verhindert, dass Ölreste austreten oder Schäden entstehen. Für bestimmte Anlagen ist zusätzlich eine Prüfung notwendig (siehe Übersicht). Sie haben Fragen zu Prüfungspflichten oder Stilllegung? Wir helfen gerne weiter! Prüfungen nicht vergessen Heizöltanks ANZEIGEN Klimaneutrale Wärme und Energie für die Region Kontakt Umweltrecht Christine Fritz awsv@lra-dah.bayern.de 08131 74-1951 1. Anlage in Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet Anlagen Tank- volumen Bei Inbetriebnahme oder wesentlicher Änderung Wiederkehrende Prüfung Still- legung Oberird. Tank bis 1.000 l Oberird. Tank ab 1.000 l Check 5 Jahre Check Unterird. Tank alle Check 2,5 Jahre Check 2. Anlage außerhalb Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet Anlagen Tank- volumen Bei Inbetriebnahme oder wesentlicher Änderung Wiederkehrende Prüfung Still- legung Oberird. Tank bis 1.000 l Oberird. Tank 1.000 l – 10.000 l Check Oberird. Tank ab 10.000 l Check 5 Jahre Check Unterird. Tank alle Check 5 Jahre Check Unterirdischer Tank: ganz oder teilweise im Erdreich eingebettet Oberirdischer Tank: in Räumen untergebracht (z.B. Keller, sonstige Heizöllagerräume) Orientiert an einer Grafik der HWK für München und Oberbayern Ein Unternehmen aufzubauen, kostet Zeit, Mut und viel Herzblut. Doch irgendwann stellt sich die entscheidende Frage: Wie geht es weiter? Ob innerhalb der Familie, durch Mitarbeitende oder externe Nachfolgerinnen und Nachfolger – eine Übergabe ist ein besonderer Moment. Es geht dabei nicht nur um Verträge oder Zahlen, sondern oft auch um ein Lebenswerk und um Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden. Die Frage „Wie bringe ich meinen Betrieb gut in die nächste Phase?“ betrifft mehr Betriebe, als viele denken. Allein in Oberbayern stehen in den nächsten Jahren über 12.000 Unternehmen vor einer Übergabe. Entsprechend groß war das Interesse an einer Informationsveranstaltung der Wirtschaftsförderung des Landkreises Dachau im Frühjahr. Bis auf den letzten Platz war der große Sitzungssaal gefüllt. Von Michaela Eisenschmid (Handwerkskammer [HWK] für München und Oberbayern), Antje Kunz (LfA Förderbank Bayern) sowie von Josef-Sebastian Portenlänger (AktivSenioren Bayern e.V.) und Senior Josef und Junior Philipp Schmid (Schmid Hebebühnenverleih) gab es geballtes Wissen und Erfahrungen zu vielen Aspekten. 3 Erkenntnisse aus dem Vormittag blieben besonders hängen: 1. Früh anfangen lohnt sich „Viele sagen: Darum kümmere ich mich später“, berichtet Katja Deml, Leiterin der Wirtschaftsförderung. „Doch erfahrungsgemäß braucht eine gute Nachfolgeregelung 5 bis 10 Jahre. So kann der eigene Betrieb realistisch eingeschätzt und gezielt vorbereitet werden.“ Wichtig dabei: Der Betrieb sollte möglichst „in voller Fahrt“ übergeben werden, also wirtschaftlich stabil und zukunftsfähig sein. Investitionsstau wirkt sich auf den Kaufpreis aus und schreckt im schlimmsten Fall Interessenten sogar ganz ab. Auch wenn die Nachfolge zu spät angegangen wird, steigt das Risiko einer Stilllegung, v. a. bei Kleinstbetrieben, schwacher Ertragskraft oder geringer Investitionsbereitschaft. 2. Wer übernimmt wann? Egal, ob die Nachfolge aus der Familie, den Mitarbeitenden oder extern geregelt wird: Ein klarer Schnitt ist oft der beste Weg für beide Seiten und für eine gesunde Weiterentwicklung des Unternehmens. Bei der gesamten Übergabe unterstützen die IHK und HWK ihre Mitgliedsunternehmen und haben auch eigene Nachfolgebörsen. Für die Suche nach einem externen Interessenten, etwa Wettbewerber oder Gründerinnen und Gründer, gibt es viele weitere Anlaufstellen: � Meisterschulen � Kontakte über Lieferanten oder Netzwerke � Fachzeitschriften oder Social Media 3. Worauf es ankommt Eine Unternehmensübergabe ist mehr als ein rationaler Verkauf. Viele Themen müssen berücksichtigt werden, wie ein Blick auf die Phasen im Übergabeprozess zeigt, z. B. die Altersvorsorge. Natürlich gibt es auch ein paar Stolpersteine wie unterschiedliche Erwartungen zwischen Übergeber und Nachfolger. Diese können zu Konflikten führen. Auch beim Kaufpreis ist Fingerspitzengefühl gefragt: zNeben Maschinen und Gebäuden zählen v. a. immaterielle Werte wie Kundenstamm und erfahrene Mitarbeitende. zEine zu frühe Diskussion darüber kann den Prozess erheblich stören. zPensionszusagen sind oft ein Verkaufshindernis. Unterstützung vor Ort Gut, dass die Wirtschaftsförderung des Landkreises Dachau bei diesen Themen unterstützt, z. B. durch Beratungsangebote vor Ort: www.landratsamt-dachau.de/ Serviceangebote „Sichern Sie, was Sie aufgebaut haben. Gemeinsam bringen wir Ihr Unternehmen in die nächste Phase“, ermutigt Katja Deml. Unternehmensnachfolge Das Lebenswerk übergeben – aber richtig Kontakt Wirtschaftsförderung 08131 74-367 wirtschaft@lra-dah.bayern.de Phasen im Übergabeprozess ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ Langfristige Vorbereitung Investitionen Altersversorgung prüfen Testament Notfallstrategie Internen Nachfolger aufbauen Familie einbinden oder Externen Nachfolger suchen Zeitvorstellungen festlegen Beratung in Anspruch nehmen Einigung herbeiführen Berater konsultieren Mitarbeiter / Geschäftspartner informieren Verträge vorbereiten Übergabe vollziehen Übergeber als Ratgeber einbeziehen Allmählicher Rückzug Übergeber Entwicklung Übergabekonzept Umsetzung Begleitung der Übergabe Bei Schmid Hebebühnen ist die Nachfolge gelungen: Während Senior Josef den Boden bereitet hat, gehen seine Söhne Philipp und Mario jetzt ihren eigenen Weg und steuern das Unternehmen weiter nach oben. 9 8 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Wirtschaft Umwelt

Ihr Landrat Stefan Löwl mit dem ganzen Team Landratsamt Treten Sie mit mir in Kontakt bei den Bürgerdialogs-Veranstaltungen oder über www.buergerdialog-dachau.de ich freue mich auf die kommenden 6 Jahre. Dass ich erneut Ihr Vertrauen habe und unseren Landkreis Dachau weiterhin mitgestalten darf, erfüllt und motiviert mich. Landrat zu sein, bedeutet nicht nur eine große, spannende und herausfordernde Aufgabe, sondern auch, mittendrin zu sein: im Gespräch mit den Menschen, bei Projekten vor Ort, in den Gemeinden, Vereinen, Unternehmen und Schulen unseres Landkreises. Ein Blick zurück zeigt, wie bewegend die vergangenen Jahre waren. Globale Entwicklungen sind längst keine abstrakten Nachrichten mehr, sondern unmittelbar bei uns im Landkreis spürbar geworden – sei es durch Flüchtlingskrise, Pandemie, Kriege, Energiekrise, gesellschaftliche Veränderungen oder wirtschaftliche Herausforderungen. Diese Ereignisse haben uns deutlich gemacht: Ein „Weiter-so“ gibt es nicht mehr. Wir müssen neue Wege gehen, mutig entscheiden und gleichzeitig den Zusammenhalt bewahren, der unseren Landkreis – gerade in den Notlagen – auszeichnet. Dass wir diesen Weg bereits erfolgreich eingeschlagen haben, zeigt auch diese Ausgabe unseres Kreis.BLICK! Sie macht sichtbar, wie vielfältig die Themen sind, welche wir gemeinsam bewegen – und wie engagiert Menschen im Landkreis Dachau mit anpacken. Besonders glücklich bin ich auf unseren Beitritt zur „Region der Lebensretter“ im vergangenen Februar. Innerhalb kürzester Zeit haben sich über 350 Bürgerinnen und Bürger registriert, um im Notfall schnell Erste Hilfe zu leisten. Das sind Menschen aus unserer Mitte, die Verantwortung übernehmen und bereit sind, für andere einzustehen. Dieses Engagement zeigt eindrucksvoll, was unseren Landkreis stark macht: Solidarität und Hilfsbereitschaft (siehe Seite 19). „Mittendrin“ bedeutet für mich aber auch, Menschen einzuladen, sich einzubringen. Ich wünsche mir, dass sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger engagieren – im Ehrenamt, in Diskussionen oder bei lokalen Projekten. Demokratie lebt vom Mitmachen. Gleichzeitig braucht es Verständnis für Zuständigkeiten, Verfahren und die oft komplexen Zusammenhänge politischer Entscheidungen. Der Blick nach vorne zeigt klar: Die kommenden 6 Jahre werden entscheidend. Angespannte Kommunalfinanzen, Digitalisierung und Bürokratieabbau bleiben zentrale Herausforderungen und Aufgaben. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 6 Jahre, unzählige Sitzungen, viele Entscheidungen: Eine Kreistagsperiode im Landkreis Dachau ist zu Ende gegangen. Was im Kreis.BLICK! meist nur als kurzer Beschluss erscheint, ist in Wirklichkeit das Ergebnis intensiver Arbeit. Jahr für Jahr investieren die 70 Kreisrätinnen und Kreisräte viele Stunden – und das ehrenamtlich. Sie nehmen an Sitzungen teil, lesen umfangreiche Vorlagen aus der Landkreisverwaltung und diskutieren im Kreistag und den 6 Ausschüssen über die besten Lösungen für den Landkreis. Dieses Engagement geschieht neben Beruf, Familie und Alltag. Dafür gebührt jedem Einzelnen große Anerkennung. Die Zahlen in der Grafik zeigen eindrucksvoll, wie viel Arbeit in einer Wahlperiode steckt. Doch sie können nur einen Teil dessen abbilden, was dieses Ehrenamt wirklich ausmacht. Langjähriger Einsatz für den Landkreis Mit dem neuen Kreistag verabschieden sich 34 Mitglieder aus dem Gremium. Viele von ihnen haben über Jahre, manche sogar über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des Landkreises Dachau geprägt. 16 von ihnen waren eine Wahlperiode lang aktiv, einige Mitglieder haben den Kreistag über besonders lange Zeit geprägt: Josef Märkl (Freie Wähler) und Sylvia Neumeier (SPD) jeweils 24 Jahre, Marese Hoffmann (B90/ GRÜNE) und Roderich Zauscher (B90/GRÜNE) 30 Jahre sowie Michael Reindl (Freie Wähler) sogar 36 Jahre. Als Zeichen der besonderen Anerkennung erhielten sie alle sowie weitere Kreisrätinnen und Kreisräte mit jahrelangem Engagement bei der festlichen Verabschiedung eine Landkreisverdienstmedaille. Eine Auszeichnung, die mehr ist als ein symbolisches Zeichen: Sie würdigt Einsatz, Verantwortung und das stetige Mitwirken an der Zukunft des Landkreises. Am Ende bleibt vor allem eines: ein großes Dankeschön an alle, die sich für das Dachauer Land engagiert haben, oft im Hintergrund, aber immer mit Wirkung. -lichen Dank für Jahre voller Engagement Kreistag 30 Der Kreistag und seine Ausschüsse 2020–2026 Schulausschuss 31 Umwelt- und Verkehrsausschuss 33 Kulturausschuss 20 Kreisausschuss 147 Jugendhilfe- ausschuss 25 Rechnungs- prüfungs- ausschuss 6 SITZUNGEN ANTRÄGE 150 VORLAGEN 1.318 Darüber hinaus prägen große gesellschaftliche Veränderungen unsere Arbeit: demografischer Wandel, Pflege, Mobilität, bezahlbares Wohnen, Integration und Klimaanpassung. Für diese Themen gibt es keine einfachen Antworten, sondern nur kluge, lokal angepasste Lösungen. Genau daran werden wir weiterarbeiten – pragmatisch, verantwortungsvoll und gemeinsam. Ich freue mich sehr auf die neue Amtszeit mit vielen Begegnungen, guten Gesprächen, neuen Ideen und gemeinsamen Projekten. Denn eines ist für mich sicher: Die Zukunft unseres Landkreises entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, Verantwortung übernehmen und anpacken. Das haben wir beschlossen In seiner letzten Sitzung hat der im Jahr 2020 gewählte Kreistag dem Haushalt für das Jahr 2026 zugestimmt (ausführliche Infos dazu auf den Seiten 4 und 5). Daneben wurden zahlreiche weitere Entscheidungen getroffen, die den Landkreis Dachau konkret voranbringen. Busverbindungen bleiben wichtige Alternative Ein Erfolgsmodell wird fortgeführt: Die Express- und Ringbuslinien des MVV haben sich in den vergangenen Jahren etabliert. Sie verbinden den Landkreis Dachau mit den Nachbarlandkreisen. Deshalb haben die Ausschüsse beschlossen, die Linien X801 und X201 neu auszuschreiben. Neue Parkregelung am Karlsfelder See Zum 1. Mai wurde die Satzung für den Karlsfelder See angepasst. Künftig werden die Parkgebühren vollständig automatisiert erhoben über eine kamerabasierte Kennzeichenerfassung – ohne Personal vor Ort und ausschließlich bargeldlos. Im Sommer beträgt die Gebühr 4 € pro Fahrzeug und Tag, in der Nebensaison 2 €. Kostenfrei sind Motorräder und andere Zweiräder, Elektrofahrzeuge bis zu 3 Stunden sowie Kurzparken von max. 15 Minuten. Auf Initiative des Kreistags gilt die Parküberwachung erst ab 8.30 Uhr und bis 20.00 Uhr. Menschen mit gültigem Behindertenparkausweis können ein Kennzeichen registrieren lassen und sind damit anschließend von den Gebühren befreit. Nähere Infos finden Sie zeitnah auf unserer Homepage. Landratsamt wird modernisiert Ein weiterer wichtiger Beschluss betrifft das Landratsamt selbst. Nachdem der Neubau nicht weiterverfolgt wird, hat der Kreisausschuss die dringend notwendige Reparatur und Sanierung des bestehenden Verwaltungsgebäudes auf den Weg gebracht. Nun kann die Feinplanung starten in den Bereichen Tiefgarage, Haustechnik und Brandschutz sowie Modernisierung der Büroräume. Landrat mittendrin Der Kreistag und seine Ausschüsse 10 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Landrat Stefan Löwl und seine Stellvertreter und Stellver- treterinnen: Helmut Zech (rechts) kann als gewählter Stell- vertreter den Landrat bei allen Aufgaben und Funktionen vertreten. Marianne Klaffki (ganz links) und Michaela Steiner übernehmen repräsentative Aufgaben. 11

Dr. med. Wilfred Landry (1958) Arzt Bergkirchen 25.977 gültige Stimmen Lena Eberl (1985) � Personalentwicklerin Vierkirchen, Esterhofen 25.656 gültige Stimmen Ramona Fruhner (1989) � Geologin Vierkirchen 25.653 gültige Stimmen Christian Bieberle (1974) � Bauingenieur, 1. Bürgermeister Karlsfeld 25.072 gültige Stimmen Dieter Kugler (1958) � Ehem. 1. Bürgermeister Röhrmoos 24.886 gültige Stimmen Stefanie Heitmeier-Böswirth (1989) � Erzieherin Dachau 24.549 gültige Stimmen Josef Heigl (1986) �� Versuchsingenieur Haimhausen, Amperpettenbach 24.331 gültige Stimmen Josef Reischl (1964) � Geschäftsführer Schwabhausen 23.927 gültige Stimmen Stephanie Burgmaier (1981) � Leiterin Abgeordnetenbüro, Bezirksrätin Sulzemoos 33.677 gültige Stimmen Franz Obesser (1969) � Dipl.-Ing. (FH), 1. Bürgermeister Markt Indersdorf 33.545 gültige Stimmen Christian Hartmann (1968) � Bäckermeister Dachau 32.301 gültige Stimmen Johannes Kneidl (1975) �� 1. Bürgermeister Sulzemoos 28.750 gültige Stimmen Werner Braun (1964) Metzgermeister Sulzemoos, Wiedenzhausen 28.650 gültige Stimmen Stefan Kolbe (1965) �� Ehem. 1. Bürgermeister Karlsfeld 28.033 gültige Stimmen Christian Blatt (1983) � Dipl.-Wirt.-Ing.(FH), 1. Bürgermeister Erdweg 27.545 gültige Stimmen Michael Lampl (1963) � Landwirtschaftsmeister Pfaffenhofen a.d.Glonn 27.055 gültige Stimmen Dr. Markus Hertlein (1971) � Dipl.-Ing., 1. Bürgermeister Hilgertshausen-Tandern, Gumpersdorf 26.717 gültige Stimmen Erich Oßwald (1969) � Landwirt Bergkirchen, Günding 26.693 gültige Stimmen Das sind die Kreisräte 2026 CSU „Unterschiedliche Meinungen sind das Herzstück der Demokratie. Doch wie wir miteinander sprechen, entscheidet darüber, ob daraus Fortschritt entsteht oder Stillstand“, appellierte Landrat Stefan Löwl bei der konstituierenden Sitzung an den neuen Kreistag. Seine Worte waren passend gewählt, denn aus 12 angetretenen Parteien und Wählergruppierungen sind 11 vertreten. Möglich macht dies die fehlende 5-%-Hürde. Der neue Kreistag ist eine gute Mischung aus neuen und erfahrenen Mitgliedern: 34 Kreisrätinnen und Kreisräte sind erstmals dabei, 36 wurden wiedergewählt. Welche Persönlichkeiten aus dem Landkreis das im Einzelnen sind, haben wir Ihnen auf dieser Doppelseite zusammengestellt. Auch bei den Parteien und Wählergruppierungen gibt es einige Veränderungen: Mit der Jungen Liste ist eine neue Gruppierung vertreten. Zudem tritt das Bündnis für Dachau gemeinsam mit Volt in neuer Konstellation an. Start in die neue Amtszeit Bei der konstituierenden Sitzung des Dachauer Kreistags am 8. Mai wurden die neu gewählten Kreisrätinnen und Kreisräte vereidigt. Zudem wählte das Gremium die stellvertretenden Landräte (weitere Infos dazu siehe Seite 11). Bereits in der 2. Sitzung ging es an die konkrete Arbeit: Die Ausschüsse und externen Gremien bzw. Vertretungen des Landkreises bei Einrichtungen, Beteiligungen oder Fachstellen wurden besetzt. Ausschussgemeinschaften für eine breite Mitwirkung Um in den Ausschüssen vertreten zu sein, können sich kleinere Gruppierungen zu Ausschussgemeinschaften zusammenschließen. In dieser Wahlperiode kooperieren Die Linke mit dem Bündnis für Dachau/Volt sowie FDP, ÖDP und FW Dachau. Der Vertreter der Jungen Liste hat sich der CSU-Fraktion angeschlossen. Gemeinsam mit Landrat Stefan Löwl haben die großen Ausschüsse des Kreistags 15 Mitglieder und sind wie folgt besetzt: z6 Sitze: CSU/Junge Liste z Je 2 Sitze: Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler z Je 1 Sitz: SPD, AfD, Bündnis für Dachau/Volt, FDP/ÖDP/Freie Wähler Dachau Für den Rechnungsprüfungsausschuss und den Schulausschuss gelten andere Regelungen und Sitzverteilungen. Gemeinsam Verantwortung tragen Ob neu oder erfahren: Die 70 Kreisrätinnen und Kreisräte entscheiden in den kommenden 6 Jahren über zentrale Themen im Landkreis: von Schulen über Verkehrsthemen und den ÖPNV bis hin zu Sozialem, Abfall und Naturschutz. Über die wichtigsten Entscheidungen informieren wir Sie auch weiterhin im Kreis.BLICK! auf der Seite „Das haben wir beschlossen“ sowie auf unseren Social- Mediakanälen (siehe Seite 2). 70 Sitze CSU: 26 DIE GRÜNEN: 9 FREIE WÄHLER: 8 SPD: 8 BÜNDNIS FÜR DACHAU / VOLT: 3 FREIE WÄHLER DACHAU: 2 ÖDP: 2 FDP: 1 AFD: 8 JUNGE LISTE: 1 DIE LINKE: 2 � Mitglied im Kreisausschuss � Mitglied im Schulausschuss � Mitglied im Umwelt- und Verkehrsausschuss � Mitglied im Kulturausschuss � Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss � Mitglied im Jugendhilfeausschuss Sebastian Leiß � M. Sc., Betriebswirt Dachau 5.374 gültige Stimmen Markus Erhorn � Verwaltungsamtmann Dachau 4.612 gültige Stimmen FREIE WÄHLER DACHAU Dr. med. Frank Sommerfeld (1966) � Orthopäde Dachau 6.433 gültige Stimmen FDP Leonhard Mösl � Bio-Bauer Odelzhausen, Ebertshausen 6.358 gültige Stimmen Richard Reischl (1976) Ehem. 1. Bürgermeister Hebertshausen 6.186 gültige Stimmen ÖDP Lena Wirthmüller (1989) � Sozialwirtin Odelzhausen 5.812 gültige Stimmen Peter Heller (1957) � Jurist Dachau 4.233 gültige Stimmen Franziska Widmann � Lehrerin Altomünster 4.014 gültige Stimmen BÜNDNIS FÜR DACHAU / VOLT Michail Alexiou (2007) � Schüler Dachau, Dachau-Ost 5.964 gültige Stimmen Ines Tsartsaris (1994) � Gewerkschaftssekretärin Karlsfeld 5.725 gültige Stimmen DIE LINKE Dr. Tobias Glas (1992) � Finanzökonom Petershausen 5.140 gültige Stimmen JUNGE LISTE Michael Grimmer (1981) � Immobilienfachwirt Vierkirchen 9.339 gültige Stimmen Verena Hesse (1993) Erzieherin Weichs 9.255 gültige Stimmen Florian Hartmann (1986) Dipl.-Ing. (FH), Oberbürgermeister Dachau 21.439 gültige Stimmen Marianne Klaffki � Regierungsbeamtin, stv. Landrätin Hebertshausen 12.527 gültige Stimmen Bernhard Seidenath (1968) �� Mitglied des Landtags Hilgertshausen-Tandern 35.928 gültige Stimmen Peter Strauch (1973) �� MBA, Manager Dachau 24.391 gültige Stimmen Timon Sporrer (1999) � Student Hebertshausen 23.928 gültige Stimmen Annemarie Wackerl � Landwirtschaftsmeisterin Markt Indersdorf, Ottmarshart 30.212 gültige Stimmen Elisabeth Riedlberger (1975) � kaufm. Angestellte Altomünster, Schmarnzell 29.886 gültige Stimmen Josef Riedlberger � Landwirtschaftsmeister Altomünster, Xyger 29.301 gültige Stimmen Markus Trinkl (1982) �� Dipl.-Finw. (FH), 1. Bürgermeister Odelzhausen, Höfa 27.747 gültige Stimmen Helmut Zech (1968) Maurermeister, ehem. 1.Bgm., stv. Landrat Pfaffenhofen a. d. Glonn 30.215 gültige Stimmen Alexander Heisler (1994) � M.Sc., Ingenieur erneuerbare Energien Petershausen 14.923 gültige Stimmen Arthur Stein (1958) � Biobauer Röhrmoos 12.678 gültige Stimmen Dr. Martin Modlinger (1981) � Geschäftsführer Dachau 11.908 gültige Stimmen Karin Beittel (1971) � Dipl.-Geogr., Webdesignerin Bergkirchen, Günding 11.610 gültige Stimmen Simone Duling (1980) �� M.A., Unternehmerin Karlsfeld 11.019 gültige Stimmen Leonie Süß (2004) � Studierende Vierkirchen, Giebing 10.695 gültige Stimmen Nicole Steng � Gedenkstättenpädagogin Röhrmoos 10.524 gültige Stimmen Emma Stremplat (2002) � Studierende Bergkirchen, Günding 10.401 gültige Stimmen Susanne Strauß (1985) � Mag. rer. nat., Windgutachterin Petershausen 10.035 gültige Stimmen DIE GRÜNEN AFD Reinhard Schmutz (1965) �� Unternehmer Weichs, Fränking 16.740 gültige Stimmen Michael Reiter (1972) � 1. Bürgermeister Altomünster 13.362 gültige Stimmen Michaela Steiner (1971) �� Marketing Referentin, stv. Landrätin Karlsfeld 12.298 gültige Stimmen Simon Sedlmair (1959) � Landwirtschaftsmeister Schwabhausen, Puchschlagen 12.105 gültige Stimmen Dagmar Wagner (1970) � Dipl.-Ing. Agr., 1. Bürgermeisterin Bergkirchen, Kreuzholzhausen 12.038 gültige Stimmen Manuela Sandmair (1978) � Landwirtin Markt Indersdorf, Langenpettenbach 11.930 gültige Stimmen Johann Groß (1956) � Landwirt, Mitglied des Landtags Bergkirchen, Priel 15.344 gültige Stimmen Elisabeth Glas (1964) � Landwirtin Altomünster 11.462 gültige Stimmen Markus Kellerer Verwaltungsbeamter Dachau 23.886 gültige Stimmen Patrick Zientek (1986) ��� Betriebswirt Röhrmoos 22.129 gültige Stimmen Tobias Roiko (1982) � Vertriebsmitarbeiter Industrie Odelzhausen 21.377 gültige Stimmen Foto nicht gewünscht Josef Zankl Beamter i. R. Dachau 21.419 gültige Stimmen Hans-Jürgen Schmidt (1975) Technischer Leiter Hilgertshausen-Tandern 22.490 gültige Stimmen Dr. Maximilian Stippl (1972) Tierarzt Bergkirchen 23.496 gültige Stimmen Olaf Weins (1979) �� Business Development Manager Odelzhausen 21.086 gültige Stimmen Dietmar Renner (1961) Berufsoffizier a.D. Odelzhausen 22.924 gültige Stimmen Sabine Decker (1969) � M.A., Diplom-Sozialpädagogin Röhrmoos, Großinzemoos 10.521 gültige Stimmen Dennis Behrendt (1993) � LL.M., Geschäftsführer Dachau 9.325 gültige Stimmen Hubert Böck (1965) � Notfallsanitäter Markt Indersdorf 18.016 gültige Stimmen Harald Dirlenbach (1972) � 1. Bürgermeister Vierkirchen, Ramelsbach 11.634 gültige Stimmen SPD FREIE WÄHLER Wer künftig für den Landkreis entscheidet Kreistag 13 12 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Kommunalpolitik

7, 7, 1 – so lassen sich die Veränderungen bei den Bürgermeistern im Landkreis Dachau nach der Kommunalwahl am 8. März zusammenfassen. Konkret bedeutet dies: z7 Amtsinhaber wurden im Amt bestätigt. z6 Bürgermeister und 1 Bürgermeisterin wurden neu gewählt, nachdem die bisherigen Amtsinhaber nicht mehr kandidierten. zIn Hebertshausen wurde der bisherige Bürgermeister abgewählt. Wie fühlt sich eine Landkreispartnerschaft an? Finden Sie es heraus bei den Deutsch-Polnischen Kulturtagen. Partnerschaftskoordinatorin Dr. Bernadetta Czech-Sailer hat für die 5. Veranstaltungsreihe wieder ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Sie dürfen staunen, nachdenken, lachen, basteln, kochen, tanzen und singen und die Verbindung zum Landkreis Oświęcim (Auschwitz) ganz unmittelbar erleben. Bürgermeister Bekannte Gesichter und neue Namen Deutsch-Polnische Kulturtage Erleben Sie Polen – mitten im Dachauer Land Wer jetzt nachrechnet, kommt auf 15, doch der Landkreis Dachau zählt 16 Gemeinden und die Stadt Dachau. Der Grund: In Erdweg und Hilgertshausen-Tandern endet die Amtszeit der Bürgermeister erst 2029, dort wurden diesmal nur der Gemeinderat sowie Landrat und Kreistag neu gewählt. Insgesamt sind im Landkreis nun 16 Bürgermeister und 1 Bürgermeisterin im Amt. Wer in welcher Gemeinde künftig an der Spitze steht, haben wir für Sie übersichtlich zusammengestellt: Petershausen Dr. Markus Hertlein WGHT & CSU 2023-2029 Röhrmoos Michael Reiter FWG 2026-2032 Franz Obesser CSU 2026-2032 Christian Blatt CSU 2023-2029 Markus Trinkl CSU 2026-2032 Roland Pitzl Allgemeine Wählergruppe 2026-2032 Johannes Kneidl CSU 2026-2032 Dagmar Wagner Wählergem. Eis.,Ltb., Khs. 2026-2032 Christian Bieberle CSU 2026-2032 Florian Hartmann SPD 2026-2032 Hans-Jürgen Schreier CSU 2026-2032 Georg Niederschweiberer Freie Wähler 2026-2032 Johannes Stadler CSU 2026-2032 Stefan Jänicke-Spicker Bürgerstimme 2026-2032 Harald Dirlenbach SPD 2026-2032 Jochen Reiner Weichser Bürgervertretung 2026-2032 Wolfgang Hörl Freie Wähler/ FWS/ BBA 2026-2032 Altomünster Tandern Hilgertshausen Erdweg Odelzhausen Pfaffenhofen Sulzemoos Bergkirchen Karlsfeld Dachau Schwabhausen Hebertshausen Haimhausen Vierkirchen Weichs Markt Indersdorf Die Rechte der Fotos liegen jeweils bei den abgebildeten Personen. Humorvoller Blick auf zwei Welten Präsident von Polschland – Kabarett mit Steffen Möller 18.10.2026, 18.00 Uhr Erzbischöfliche Vinzenz von Paul Realschule, Marienplatz 7, Markt Indersdorf Erleben Sie den Kabarettisten Steffen Möller als Präsidenten des neuen Staats Polschland. In diesem gibt es nur das Beste aus beiden Ländern. Sie dürfen nicht nur amüsiert zuhören, sondern auch als Parlament fungieren, das viele Fragen entscheiden muss, z. B.: Sollen wir die deutsche Mittagsruhe und das polnische Tempolimit auf Autobahnen übernehmen? Dackel, Dackel, Dackel Kinderlesung „Dackel Dackel in Warschau“ mit Bastel-Workshop 18.10.2026, 10.00 Uhr KunstWerkRaum, Brucker Straße 6, Dachau An diesem Vormittag dreht sich alles um Dackel. Der Autor Matthias Kneip erzählt, wie sein kleiner deutscher Dackel lernt, polnisch zu bellen, und welche Abenteuer er mit der polnischen Katze Malina in Warschau erlebt. Anschließend gestalten die jungen Besucherinnen und Besucher ihren eigenen „Zug-Wackel-Dackel“ aus Wolle, Pappe und vielem mehr. Gemeinsam genießen und ins Gespräch kommen Pierogi-Kochkurs 17.10.2026, 14.00 Uhr Caritas Zentrum Dachau, Landsberger Straße 11, Dachau Bei der kulinarischen Reise tauchen Sie ein in die Welt der handgemachten polnischen Pierogi! Sie lernen Schritt für Schritt die Herstellung des Teigs, verschiedene traditionelle Füllungen sowie typische Zubereitungsarten kennen. Probieren Sie gemeinsam und nutzen Sie die Gelegenheit, sich über Esskultur, Familienrezepte und kulinarische Traditionen auszutauschen. Leidenschaftliche musikalische Grenzgänge Konzert der Gruppe m.o.l.o 17.10.2026, 20.00 Uhr Kunstwerke Dachau, Thomas-Schwarz-Straße 22, Dachau Wir können versprechen, der Abend wird ein musikalisches Abenteuer. Die 3 Musiker verbinden Ethno- und Jazzklänge mit Einflüssen aus Klezmer, Balkan- und Weltmusik. Spüren Sie die Energie, die Virtuosität und die Emotionen, mal rhythmisch, mal lyrisch, immer mitreißend. Eine Welt voller Fantasie Theateraufführung „Republik der Träume“ (ab 16 Jahre) 16.10.2026, 20.00 Uhr Ludwig-Thoma-Haus, Augsburger Straße 23, Dachau Lassen Sie sich vom Theater des Lachens in Bruno Schulz’ Geschichten „Die Zimtläden“ entführen. Diese drehen sich um Erinnerungen an die Kindheit und darum, wie sie nach und nach verblassen. Puppenspiel und Live-Musik schaffen einen atmosphärischen Abend voller Fantasie, leiser Melancholie und überraschender Momente. Kunst, die Grenzen überwindet Vernissage der Ausstellung „2 halbe Leben“ 15.10.2026, 19.30 Uhr Künstlervereinigung Dachau, Konrad-Adenauer-Straße 20, Dachau Was kann 2 Künstler aus unterschiedlichen Ländern über 37 Jahre hinweg verbinden? Finden Sie es heraus bei der Vernissage der Ausstellung „2 halbe Leben“. Aus einer Ausstellung wurden zwischen Heiko Klohn aus Dachau und Paweł Warchoł aus Oświęcim tiefe Freundschaft und die Grundlage der heutigen Landkreispartnerschaft. Ein besonderer Moment erwartet Sie an diesem Abend: Landrat Stefan Löwl verleiht Paweł Warchoł die Landkreisverdienstmedaille in Bronze. Preise und Vorverkaufsstellen finden Sie unter www.landratsamt-dachau.de/kulturtage 15 14 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Kommunalpolitik Landkreispartnerschaft

„Was ist typisch für den Impressionismus?“, fragt Kunstlehrer Jonas Deimel. In der 2. Bankreihe beginnt ein kleiner weißer Roboter grün zu blinken. Deimel ruft ihn auf. „Die Maler wollten nicht alles exakt darstellen, sondern nur den Eindruck eines Moments“, tönt es aus dem Lautsprecher des Avatars. Was futuristisch klingt, ist für die 9. Klasse der Staatlichen Realschule Dachau (RSD) längst normal geworden. Für Kathi bedeutet der Roboter gerade ein Stück Normalität. Denn die 14-Jährige sitzt nicht im Klassenzimmer. Sie liegt zu Hause im Bett. Ihr Avatar ist für sie derzeit die einzige Möglichkeit, am Schulalltag teilzunehmen. Nach einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus leidet Kathi am Chronischen Fatigue-Syndrom. Lange versuchte sie trotzdem noch, irgendwie in die Schule zu kommen. 1 Tag Unterricht bedeutete oft 2 Tage völlige Erschöpfung. Irgendwann schaffte sie nicht einmal mehr den Weg zum Auto. „Früher war jeden Morgen die gleiche Frage: Geht Schule heute oder nicht?“, erzählt ihre Mutter. Der Druck sei für die ganze Familie enorm gewesen. Über die Schulpsychologin und den Klassenlehrer erfuhr sie schließlich von der Möglichkeit eines Avatars. „Wir dachten sofort: Das wäre so schön, wenn sie trotzdem dabei sein könnte. Jetzt fällt die Entscheidung am frühen Morgen weg. Das entlastet unglaublich.“ Seit Ende April sitzt deshalb „Kathilisator“ im Klassenzimmer. Diesen Namen haben die Mitschülerinnen dem Avatar nach einer Chemiestunde über Katalysatoren gegeben. Er ist nur etwa 30 Zentimeter groß und wiegt rund 1,5 Kilogramm. Für Kathi ist er inzwischen aber viel mehr als Technik. Über ein Tablet steuert sie den kleinen Roboter von zu Hause aus. Sie kann zuhören, sprechen und den Kopf des Avatars drehen, fast so als ob sie sich selbst umdrehen würde. Sogar Stimmungen kann Kathi über die Augen des Avatars einstellen. Wenn es ihr nicht gut geht, schaltet sie ihn stumm. Dann leuchtet er rot. Das bedeutet „anwesend, aber bitte gerade nicht ansprechen“. Avatare für alle am Medienzentrum Die Realschule Dachau sammelt seit 4 Jahren Erfahrungen mit dieser Technik. Die Schule schaffte 2022 den ersten Avatar an und ermöglichte damit einem Schüler mit TouretteSyndrom den Schulabschluss. Inzwischen hat auch das Medienzentrum des Landkreises Dachau 2 Geräte angeschafft, die von allen Schulen im Landkreis ausgeliehen werden können. „Wenn Kinder oder Jugendliche über lange Zeit nicht zur Schule gehen können, hat das schwerwiegende Folgen“, erklärt Medienzentrumsleiterin Stephanie von Treyer. „Mit den Avataren schaffen wir für sie ein Stück Normalität. Die Schülerinnen und Schüler bleiben beim Lernstoff up to date und vor allem Teil ihrer Klassengemeinschaft.“ Gerade dieser Kontakt sei wichtig für die mentale Stabilität. Passend dazu trägt das Produkt auch den Namen „No Isolation“. Die Nachfrage ist groß, denn die Avatare können bei vielen Diagnosen eingesetzt werden, wie z. B. bei Long Covid, Autoimmunerkrankungen, Krebs, Transplantationen und anderen schweren Operationen. Auch bei manchen psychischen Erkrankungen kann ein Avatar sinnvoll sein. Ob der kleine Roboter zum Einsatz kommt, wird immer individuell entschieden. Wichtig ist vor allem, dass das Kind selbst diese Möglichkeit nutzen möchte und Familie sowie Schule dahinterstehen. Bei Kathi war die Entscheidung eindeutig. „Wir haben bei ihr und ihrer Familie gemerkt, wie wichtig ihnen diese Möglichkeit ist“, sagt Susanne Henke, Konrektorin an der RSD. „Damit ist der Avatar im Moment genau am richtigen Ort.“ Alles bleibt in der Klasse Datenschutz und Regeln spielen beim Einsatz des Avatars eine große Rolle. Er überträgt nur live, speichert nichts und erlaubt keine Fotos oder Screenshots. Zudem muss das Kind immer alleine im Raum sein. „Was in der Klasse gesprochen wird, bleibt somit in der Klasse“, betonen Stephanie von Treyer und Susanne Henke. Einfache Bedienung Für Schulen ist der Einsatz eines Avatars sehr einfach: zbeim Medienzentrum anfragen zeine Lehrkraft angeben, die sich an der Schule verantwortlich um das Thema kümmert zin der Klasse des Kindes 2 Schülerinnen und Schüler als Avatar-Betreuer auswählen zTablet für die Steuerung des Avatars bereitstellen: y App des Avatar-Herstellers installieren y Passwort zur Kopplung in der App eingeben y dem Kind/Jugendlichen zusammen mit dem Avatar übergeben ztägliche Aufladung des Avatars organisieren „Wichtig ist, Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie deren Eltern von Anfang an einzubeziehen“, rät Susanne Henke. Dafür gibt es Tipps und Vorlagen auf dem Onlineportal des Avatar-Herstellers. Beim Kind zu Hause muss nur stabiles WLAN vorhanden sein, damit die Verbindung zum Avatar läuft. Die Bedienung über die App ist ohne zusätzliches technisches Wissen möglich. Schnell integriert Und dann kann es auch schon losgehen. Im Klassenzimmer dauerte die Eingewöhnung meist nur kurz. „Am Anfang war es seltsam“, erzählen Kathis Mitschülerinnen. „Aber man gewöhnt sich schnell daran.“ 2 Freundinnen holen den Avatar jeden Morgen im Sekretariat ab, verbinden ihn mit dem WLAN und nehmen ihn mit von Raum zu Raum. „Kathi gehört einfach dazu“, sagen sie, und manche drehen sich auch einfach mal um und ratschen zwischen den Stunden mit Kathi. Die Klasse freut sich schon auf die Exkursion in die Pinakothek. Auch da kann „Kathilisator“ mitkommen dank extra Rucksack und Sim-Karte. Kathi findet den Avatar toll, die Schule ersetzt er für sie aber trotzdem nicht. „Wenn ich könnte, würde ich jeden Tag direkt hingehen“, sagt sie. Ihr fehlen die Pausen, Gespräche zwischen den Stunden und der besser bestückte Pausenverkauf „als Mamas Küche“. Teilhabe dank Avatar Wenn „Kathilisator“ im Klassenzimmer sitzt Das Medienzentrum hat ein breites Angebot für Schulen, Kindergärten, gemeinnützige Vereine, Verbände und öffentliche Einrichtungen des Landkreises Dachau. zca. 600 didaktische Filme zum Streamen oder Downloaden, meist mit Arbeitsblättern und Aufgaben zTaskcards-Landkreislizenz ziPad-Verwaltung der Leihgeräte an den Schulen (neue Apps, Updates usw.) zPodcast-Studio zHardware (Auswahl): y Tablet- und iPad-Koffer mit mehreren Geräten y Avatare y Action Cam y 3D-Scanner y Greenscreen y Luka Leseeule y BeeBots y CodingBlocks y omBot y Rauchhaus y Photovoltaik-Lernspiel y 4 VR-Brillen mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten: • Dein erster Tag: Ausbildungsberufe in VR entdecken • Virtual Work Experience: Mitarbeiten in unterschiedlichen Bereichen mit Auswertung der Arbeitsergebnisse • Wiederbelebung in VR inkl. Wiederbelebungspuppen: mit Anleitung und Rückmeldung zu ausgeführten Wiederbelebungen. Nach Rücksprache können auch andere Lernanwendungen in VR installiert werden. Alle Angebote sind kostenfrei. Die Recherche ist über dah.medienzentrumonline.eu möglich. Adresse Steinstraße 3, 85221 Dachau in der Außenstelle des Josef-Effner-Gymnasiums, Erdgeschoss, Zimmer 04 Öffnungszeiten Montag, 11.00–16.00 Uhr und nach Vereinbarung Bitte beachten Sie: Das Medienzentrum ist nur an Schultagen geöffnet. Kontakt: medienzentrum@lra-dah.bayern.de Medienzentrum Ob Mathe, Kunst, Chemie oder eine Exkursion – über einen Avatar können Kinder mit langfristigen Erkrankungen am Schulalltag teilnehmen. Fast noch wichtiger als der Unterricht ist dabei oft der Kontakt zur Klasse. 17 16 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Bildung/Schulen

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