Prüf-Pflichten Viele Haus- und Grundstücksbesitzer in unserem Landkreis lagern Heizöl in eigenen Tanks. Dabei wird oft unterschätzt, dass ein Ölunfall fatale Folgen haben kann. Auch kleinste Mengen können große Schäden an Boden und Grundwasser verursachen mit hohen Kosten für die Grundstückseigentümer. Genau deshalb gibt es klare gesetzliche Vorgaben. Diese sind in der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) festgelegt. Prüfungen: Einmalig oder regelmäßig Fast alle Anlagen müssen vor der Inbetriebnahme und auch bei der Stilllegung von einem Sachverständigen kontrolliert werden. Je nach Tankart kommen regelmäßige Prüfungen hinzu. Stilllegung ist kein Selbstläufer Wird ein Heizöltank nicht mehr benötigt, reicht es nicht, ihn einfach stehen zu lassen. Auch dafür macht die AwSV klare Vorgaben: Ein Fachbetrieb muss den Tank entleeren, reinigen und anschließend ausbauen oder fachgerecht verfüllen. So wird verhindert, dass Ölreste austreten oder Schäden entstehen. Für bestimmte Anlagen ist zusätzlich eine Prüfung notwendig (siehe Übersicht). Sie haben Fragen zu Prüfungspflichten oder Stilllegung? Wir helfen gerne weiter! Prüfungen nicht vergessen Heizöltanks ANZEIGEN Klimaneutrale Wärme und Energie für die Region Kontakt Umweltrecht Christine Fritz awsv@lra-dah.bayern.de 08131 74-1951 1. Anlage in Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet Anlagen Tank- volumen Bei Inbetriebnahme oder wesentlicher Änderung Wiederkehrende Prüfung Still- legung Oberird. Tank bis 1.000 l Oberird. Tank ab 1.000 l Check 5 Jahre Check Unterird. Tank alle Check 2,5 Jahre Check 2. Anlage außerhalb Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet Anlagen Tank- volumen Bei Inbetriebnahme oder wesentlicher Änderung Wiederkehrende Prüfung Still- legung Oberird. Tank bis 1.000 l Oberird. Tank 1.000 l – 10.000 l Check Oberird. Tank ab 10.000 l Check 5 Jahre Check Unterird. Tank alle Check 5 Jahre Check Unterirdischer Tank: ganz oder teilweise im Erdreich eingebettet Oberirdischer Tank: in Räumen untergebracht (z.B. Keller, sonstige Heizöllagerräume) Orientiert an einer Grafik der HWK für München und Oberbayern Ein Unternehmen aufzubauen, kostet Zeit, Mut und viel Herzblut. Doch irgendwann stellt sich die entscheidende Frage: Wie geht es weiter? Ob innerhalb der Familie, durch Mitarbeitende oder externe Nachfolgerinnen und Nachfolger – eine Übergabe ist ein besonderer Moment. Es geht dabei nicht nur um Verträge oder Zahlen, sondern oft auch um ein Lebenswerk und um Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden. Die Frage „Wie bringe ich meinen Betrieb gut in die nächste Phase?“ betrifft mehr Betriebe, als viele denken. Allein in Oberbayern stehen in den nächsten Jahren über 12.000 Unternehmen vor einer Übergabe. Entsprechend groß war das Interesse an einer Informationsveranstaltung der Wirtschaftsförderung des Landkreises Dachau im Frühjahr. Bis auf den letzten Platz war der große Sitzungssaal gefüllt. Von Michaela Eisenschmid (Handwerkskammer [HWK] für München und Oberbayern), Antje Kunz (LfA Förderbank Bayern) sowie von Josef-Sebastian Portenlänger (AktivSenioren Bayern e.V.) und Senior Josef und Junior Philipp Schmid (Schmid Hebebühnenverleih) gab es geballtes Wissen und Erfahrungen zu vielen Aspekten. 3 Erkenntnisse aus dem Vormittag blieben besonders hängen: 1. Früh anfangen lohnt sich „Viele sagen: Darum kümmere ich mich später“, berichtet Katja Deml, Leiterin der Wirtschaftsförderung. „Doch erfahrungsgemäß braucht eine gute Nachfolgeregelung 5 bis 10 Jahre. So kann der eigene Betrieb realistisch eingeschätzt und gezielt vorbereitet werden.“ Wichtig dabei: Der Betrieb sollte möglichst „in voller Fahrt“ übergeben werden, also wirtschaftlich stabil und zukunftsfähig sein. Investitionsstau wirkt sich auf den Kaufpreis aus und schreckt im schlimmsten Fall Interessenten sogar ganz ab. Auch wenn die Nachfolge zu spät angegangen wird, steigt das Risiko einer Stilllegung, v. a. bei Kleinstbetrieben, schwacher Ertragskraft oder geringer Investitionsbereitschaft. 2. Wer übernimmt wann? Egal, ob die Nachfolge aus der Familie, den Mitarbeitenden oder extern geregelt wird: Ein klarer Schnitt ist oft der beste Weg für beide Seiten und für eine gesunde Weiterentwicklung des Unternehmens. Bei der gesamten Übergabe unterstützen die IHK und HWK ihre Mitgliedsunternehmen und haben auch eigene Nachfolgebörsen. Für die Suche nach einem externen Interessenten, etwa Wettbewerber oder Gründerinnen und Gründer, gibt es viele weitere Anlaufstellen: � Meisterschulen � Kontakte über Lieferanten oder Netzwerke � Fachzeitschriften oder Social Media 3. Worauf es ankommt Eine Unternehmensübergabe ist mehr als ein rationaler Verkauf. Viele Themen müssen berücksichtigt werden, wie ein Blick auf die Phasen im Übergabeprozess zeigt, z. B. die Altersvorsorge. Natürlich gibt es auch ein paar Stolpersteine wie unterschiedliche Erwartungen zwischen Übergeber und Nachfolger. Diese können zu Konflikten führen. Auch beim Kaufpreis ist Fingerspitzengefühl gefragt: zNeben Maschinen und Gebäuden zählen v. a. immaterielle Werte wie Kundenstamm und erfahrene Mitarbeitende. zEine zu frühe Diskussion darüber kann den Prozess erheblich stören. zPensionszusagen sind oft ein Verkaufshindernis. Unterstützung vor Ort Gut, dass die Wirtschaftsförderung des Landkreises Dachau bei diesen Themen unterstützt, z. B. durch Beratungsangebote vor Ort: www.landratsamt-dachau.de/ Serviceangebote „Sichern Sie, was Sie aufgebaut haben. Gemeinsam bringen wir Ihr Unternehmen in die nächste Phase“, ermutigt Katja Deml. Unternehmensnachfolge Das Lebenswerk übergeben – aber richtig Kontakt Wirtschaftsförderung 08131 74-367 wirtschaft@lra-dah.bayern.de Phasen im Übergabeprozess ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ Langfristige Vorbereitung Investitionen Altersversorgung prüfen Testament Notfallstrategie Internen Nachfolger aufbauen Familie einbinden oder Externen Nachfolger suchen Zeitvorstellungen festlegen Beratung in Anspruch nehmen Einigung herbeiführen Berater konsultieren Mitarbeiter / Geschäftspartner informieren Verträge vorbereiten Übergabe vollziehen Übergeber als Ratgeber einbeziehen Allmählicher Rückzug Übergeber Entwicklung Übergabekonzept Umsetzung Begleitung der Übergabe Bei Schmid Hebebühnen ist die Nachfolge gelungen: Während Senior Josef den Boden bereitet hat, gehen seine Söhne Philipp und Mario jetzt ihren eigenen Weg und steuern das Unternehmen weiter nach oben. 9 8 Kreis.BLICK! — Juni 2026 Wirtschaft Umwelt
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