Kreis.BLICK!

Die Viren greifen wieder um sich. Diesen Herbst trifft es aber nicht nur uns Menschen mit Grippe & Co, sondern verstärkt auch Tiere. Wir haben bereits zahlreiche bestätigte Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln und direkt an den Grenzen Bayerns lauert schon länger die Afrikanische Schweinepest. Um die Ausbreitung zu verhindern bzw. möglichst gering zu halten, sind wir alle gefragt. Beide Erkrankungen können zu großen wirtschaftlichen Problemen in der Tierhaltung führen und fordern Maßnahmen wie Keulungen, Sperrzonen und strengere Hygienevorschriften. „Damit es nicht so weit kommt bzw. im Ernstfall die jeweilige Seuche schnell bekämpft werden kann, braucht es jetzt Aufmerksamkeit von uns allen“, mahnen die Amtstierärzte des Veterinäramts Dachau. Denn ob Hobbyhalter oder Spaziergänger – jeder kann dazu beitragen, dass sich die Viren nicht weiterverbreiten. 1. Wenn das Federvieh erkrankt – die Vogelgrippe Die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung. Sie befällt vor allem Wildvögel und Hausgeflügel, kann aber auch andere Tiere und in seltenen Fällen Menschen treffen. Übertragen wird sie direkt durch Kontakt mit infizierten Tieren bzw. deren Ausscheidungen sowie indirekt über kontaminierte Dinge wie Werkzeug, Kleidung, Federn oder Stallstaub. Bricht die Krankheit in einem Bestand aus, müssen alle Tiere des Betriebs getötet werden. Rund um den Ausbruchsort gelten im Umkreis von mindestens 10 Kilometern strenge Auflagen. Werden infizierte Wildvögel gefunden, kann die Aufstallungspflicht für Hausgeflügel in der Umgebung angeordnet werden. Das müssen Geflügelhalterinnen und -halter beachten: zAb dem ersten Tier die Geflügelhaltung 3x melden: y Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck (Betriebsnummer): t1p.de/s1a9 y Veterinäramt: www.landratsamt-dachau.de/ tierhaltung y Bayerische Tierseuchenkasse: btsk.de zFutter, Wasser und Einstreu wildvogelsicher lagern zStall nur mit extra Kleidung und Schuhen betreten zWarnsignale beachten: z.B. Apathie, Futterverweigerung, gesträubtes Gefieder, Atemnot, Durchfall zBei Auffälligkeiten oder Todesfällen sofort den Tierarzt verständigen Gefahr für Geflügel und Schweine Viruserkrankungen So kann jeder helfen: zTote oder kranke Wildvögel sofort melden zTiere nicht berühren zHunde von Wildvögeln fernhalten zWildwasservögel nicht füttern Kontakt Veterinäramt (08131) 74-1446 veterinaeramt@lra-dah.bayern.de Tierfund melden Wenn Sie in der Natur einen erkrankten oder toten Wildvogel (insbes. Wasservögel) oder ein totes Wildschwein entdecken, melden Sie dies bitte sofort! � Veterinäramt Dachau: (08131) 74-1446 � Polizeiinspektion Dachau: (08131) 5610 � Ortszuständiger Jäger, falls bekannt 2. Unsichtbare Gefahr im Wald – die Afrikanische Schweinepest Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist für Menschen völlig ungefährlich, für Haus- und Wildschweine allerdings fast immer tödlich. Besonders heimtückisch: Das Virus ist äußerst widerstandsfähig. Es kann sich über Kadaver, Kot, aber auch über nicht durcherhitzte Speisereste verbreiten – etwa wenn jemand Rohwurst- oder Schinkenreste unachtsam in der Natur entsorgt. Ebenso können Kleidung, Schuhsohlen oder Autoreifen Erreger einschleppen, vor allem nach Reisen in betroffene Regionen. Kommt es zu einem Ausbruch, werden großflächige Sperrzonen eingerichtet. Wälder, Felder und Wege könnten dann zeitweise nicht mehr betreten werden – mit Folgen für Landwirtschaft, Jagd und Freizeit. Hier gilt: Je später die Seuche entdeckt wird, desto länger bleiben die Maßnahmen bestehen. So beugen Sie vor: zKeine Essensreste in die Natur werfen zTote Wildschweine sofort melden zNach Reisen in betroffene Gebiete (siehe t1p.de/f7qnk) Kleidung, Schuhe und Fahrzeuge gründlich reinigen Die Amtstierärzte betonen: „Wachsamkeit und Verantwortung sind jetzt das A und O. Jeder einzelne Fundhinweis hilft, die Seuche im Ernstfall schnell zu erkennen und die Verbreitung einzudämmen.“ * Namen und Hintergründe entsprechen keinem konkreten Beispiel, geben aber eine realistische Betreuungssituation wieder. Wenn morgens die 2-jährige Lea* ihre Jacke aufhängt und mit leuchtenden Augen auf ihre Freundin Emma* zuläuft, weiß sie: Jetzt wird es schön. Spielen, basteln, die Natur entdecken, Geschichten hören – alles in einer kleinen, vertrauten Gruppe. Betreut werden die Kinder von Tagesmutter Sabine*, die ihre Schützlinge mit Geduld, Humor und viel Herz durch den Tag begleitet. So sieht gelebte Kindertagespflege im Landkreis Dachau aus – eine liebevolle, flexible und familiennahe Alternative zur Kinderkrippe. Kindertagespflege bedeutet: Eine Tagesmutter oder ein Tagesvater betreut maximal 5 Kinder ab 0 Jahren in ihrem bzw. seinem Zuhause. Dies bietet den Eltern viele Vorteile, zum Beispiel: 1. Ein Zuhause auf Zeit Die feste Bezugsperson und die überschaubare Umgebung schaffen Geborgenheit und Nähe. Ob gemeinsames Frühstück, Spaziergang zum Spielplatz oder Vorlesen auf dem Sofa: In der Kindertagespflege wird Alltag gemeinsam erlebt. Durch das intensive Miteinander lernen Einzelkinder das Zusammenleben ähnlich wie Geschwister. 2. Das Kind im Mittelpunkt Dank der kleinen Gruppengröße ist es möglich, jedes Kind spielerisch und ganz individuell zu fördern und auf seine Bedürfnisse einzugehen. 3. Qualität mit Herz und Verstand Damit Eltern ihre Kinder guten Gewissens Tagespflegepersonen anvertrauen können, werden diese vom Jugendamt sorgfältig ausgewählt, überprüft und regelmäßig begleitet. Sie verfügen über eine Pflegeerlaubnis und absolvieren umfangreiche pädagogische Qualifizierungen sowie Fortbildungen. 4. Flexibel und ausfallsicher Viele Familien schätzen die Flexibilität. Die Betreuungszeiten lassen sich an den eigenen Arbeitsalltag anpassen – ob Teilzeit oder Vollzeit. Sollte die Tagesmutter oder der Tagesvater einmal krank sein, sorgt das Jugendamt mit einer Ersatzbetreuung in Dachau oder Markt Indersdorf für Kontinuität. Dort treffen die Kinder auf vertraute Gesichter, denn regelmäßige Besuche sorgen für eine sanfte Eingewöhnung. Gut zu wissen: Die Kindertagespflege ist gesetzlich den Kitas gleichgestellt – meist sogar kostengünstiger. Interessiert? Unsere Kolleginnen unterstützen Sie gerne bei der Suche nach der passenden Tagespflegeperson. Damit Ihr Kind so glücklich wird wie die kleine Lea. Sie möchten selbst Tagesmutter oder -vater werden? Wir begleiten Sie gerne bei diesem Schritt! Neben Beratung zu allen Fragen bieten wir Ihnen z. B. auch kostenlose Weiterbildungen und viele Zuschüsse. Kontakt Fachberatung Kindertagespflege (08131) 74-1263 und 74-1264 Kindertagespflege@lra-dah.bayern.de Kinderbetreuung durch Tagesmütter und -väter Kleine Gruppe, große Nähe, ganz viel 21 20 Kreis.BLICK! — Dezember 2025 Kinder Tierschutz

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